Antworten von Die Linke-Kandidaten auf die Forderung/These

»Soziales Pflichjahr für junge Erwachsene!«

»Junge Erwachsene sollen in einem sozialen Pflichtjahr gemeinnützige Arbeit z.B. in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen, Umweltschutz oder Altenpflege leisten.«

Im Folgenden sehen Sie die Angaben der Kandkidatinnen und Kandidaten bei der Bundestagswahl 2025 zu der Forderung bzw. These Soziales Pflichjahr für junge Erwachsene! – Junge Erwachsene sollen in einem sozialen Pflichtjahr gemeinnützige Arbeit z.B. in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen, Umweltschutz oder Altenpflege leisten. Mehr Informationen, die Durchschnittswerte der Kandidaten pro Partei und viele weitere Informationen finden Sie hier.

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Hinweise: Reihenfolge: alphabetisch nach Nachname, Vorname; es werden alle Kandidierenden angezeigt, die eine Angabe gemachthaben.

Kandidatin, Kandidat Antwort Kommentar/Begründung (optional)

Klaus Becker | Die Linke

Kandidiert im Wahlkreis Bitburg.
Ja!
Ist mir wichtig!

Dr. Stefan Giebel | Die Linke

„Von hier nach Berlin für Dich!“

Kandidiert im Wahlkreis Waldeck.
Nein!
Ist mir wichtig!
Die Einführung eines sozialen Pflichtjahres für junge Erwachsene ist ein kontroverses Thema. Während einige die Idee unterstützen, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken und einen Beitrag zu gesellschaftlichen Aufgaben zu leisten, gibt es Bedenken hinsichtlich der Freiwilligkeit und der potenziellen Ausnutzung als billige Arbeitskraft. Es ist entscheidend, dass solche Programme auf Freiwilligkeit basieren und die Rechte der Teilnehmer gewahrt bleiben.



Aktuelle Entwicklungen:



Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich mehrfach für die Einführung eines sozialen Pflichtjahres ausgesprochen, um den sozialen Zusammenhalt zu fördern und junge Menschen für gesellschaftliche Aufgaben zu sensibilisieren. Er betont, dass ein solches Jahr nicht nur den Dienstleistenden, sondern auch der Gesellschaft zugutekommt.



Gleichzeitig gibt es kritische Stimmen, die vor einer verpflichtenden Komponente warnen. Sie argumentieren, dass die Freiwilligkeit solcher Dienste essenziell ist, um echte Motivation und Engagement zu gewährleisten. Zudem wird befürchtet, dass eine Pflicht zu einer Ausnutzung als billige Arbeitskraft führen könnte.



Bedeutung der Freiwilligkeit:



Die Freiwilligkeit ist ein zentrales Element, um sicherzustellen, dass Teilnehmer mit Engagement und Motivation an sozialen Projekten mitwirken. Zwangsdienste könnten das Gegenteil bewirken und zu Frustration und Ablehnung führen. Es ist daher wichtig, Anreize zu schaffen, die junge Menschen ermutigen, sich freiwillig zu engagieren, ohne sie zu verpflichten.



Fazit:



Ein soziales Pflichtjahr kann positive Effekte auf den sozialen Zusammenhalt und das Verantwortungsbewusstsein junger Menschen haben. Es ist jedoch essenziell, dass solche Programme auf Freiwilligkeit basieren und die Rechte der Teilnehmer gewahrt bleiben, um eine echte Motivation und keinen Missbrauch als billige Arbeitskraft zu gewährleisten.




Vincent Le Claire | Die Linke

„Kein „Lindner“, kein „Merz“, sondern Mensch mit Herz“

Kandidiert im Wahlkreis Neu-Ulm.
Kandidiert auf der Landesliste Bayern, Listenplatz 16.
Nein!
Ist mir wichtig!
Ein "Zwangsdienst" kann schon prinzipiell keine besonders wertvolle Arbeit leisten. Stattdessen müssen die Arbeitsbedingungen zum Beispiel in der Pflege so verbessert werden, dass diese Berufe wieder attraktiv sind.

Ellen Oelkers | Die Linke

„Friede den Nestern, Krieg den Palästen! “

Kandidiert auf der Landesliste Rheinland-Pfalz, Listenplatz 5.
Nein!
Ist mir wichtig!
Nein, Arbeit im sozialen Bereich muss aufgewertet und immer entsprechend vergütet werden.

Michael Scholz | Die Linke

„Mit Verstand und Fantasie für eine bessere Zukunft“

Kandidiert im Wahlkreis Burgenland – Saalekreis.
Kandidiert auf der Landesliste Sachsen-Anhalt, Listenplatz 8.
Nein!
Ist mir wichtig!
Die Idee eines sozialen Pflichtjahres mag auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, um gesellschaftliches Engagement zu fördern und Personalmangel in sozialen Berufen auszugleichen. Aber eine Zwangsverpflichtung junger Menschen ist der falsche Weg. Statt auf Zwang sollte der Staat auf bessere Arbeitsbedingungen und freiwilliges Engagement setzen. Ein Pflichtjahr bedeutet, dass junge Erwachsene zwangsweise ein Jahr ihrer Lebenszeit abgeben müssen, anstatt selbst über ihren Bildungs- oder Berufsweg zu entscheiden. Das widerspricht dem Prinzip der freien Berufswahl.
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